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Systemische Therapie und BeratungZielgruppeDie Weiterbildung in systemischer Therapie und Beratung am Institut an der Ruhr richtet sich an Menschen, die psychotherapeutisch, beratend oder lehrend mit Einzelnen oder Gruppen arbeiten. Während der Weiterbildung muss gewährleistet sein, dass die TeilnehmerInnen mit Einzelnen oder größeren Systemen berufsbezogen arbeiten können.Teilnahmevoraussetzungen
Sinnvolle Ausnahmen sind im Einzelfall abzuklären. Abschluss der WeiterbildungAm Ende von Grund- und Fortgeschrittenenkurs werden qualifizierte Teilnahmebescheinigungen ausgestellt. Der Abschluss der dreijährigen Weiterbildung wird durch ein Zertifikat dokumentiert. Die Weiterbildung am Institut an der Ruhr orientiert sich an den Standards der Systemischen Gesellschaft (SG).Für die Zertifizierung durch die SG muss darüber hinaus die Teilnahme an Selbsterfahrungsseminaren in einem Umfang von 50 Std. nachgewiesen werden sowie die Dokumentation von zwei weiteren abgeschlossenen, supervidierten "Fällen". Der Antrag auf Zertifizierung erfolgt über das IR. WeiterbildungsinhalteTheorieGrundlagen der Systemtheorie und des KonstruktivismusDefinition von Systemen, Kybernetik erster und zweiter Ordnung, lebende/nicht lebende Systeme, System/Umwelt-Beziehung, Wandel und Erhalt von Strukturen, Selbstorganisation, autopoietische Systeme, Wahrnehmung als Konstruktion, die Rolle des Beobachters, Wahrheit versus Nützlichkeit/ViabilitätGrundlagen der Systemischen TherapieKontext- und Ressourcenorientierung, Inhalts- versus Beziehungsebene, Konstruktion von Beziehungsmustern, Bedeutung von Symptomen im jeweiligen BeziehungskontextPraxisTherapeutische GrundhaltungenAllparteilichkeit und Neugier, (Eigen-)Verantwortung, Aktivität und Zurückhaltung, Macht und Ohnmacht, Respekt und Respektlosigkeit, Ressourcenorientierung, KundenorientierungTherapeutisches HandwerkszeugHypothesenbildung, -erprobung, -falsifikation und Neuerfindung, zirkuläre, lösungsorientierte Fragen, Unterscheidung von Anlass, Anliegen und Auftrag, Reframing, positive Konnotation, Metaphern, Symbole, Geschichten, Rituale, Skulpturen, Nutzung natürlicher Tranceprozesse, Pacing und Leading, Teilearbeit, Gestaltung von Abschlussinterventionen und Hausaufgaben, Reflecting TeamTherapeutischer ProzessKontaktaufnahme und Kontaktgestaltung, Erstinterview, Therapieverlauf und -abschluss, ErfolgskontrolleBesondere Kommunikations- und Beziehungsmusterbei unterschiedlichen klinischen Bildern z.B. bei Gewalt, sexuellem Missbrauch, Suizid, Suchtverhalten, Sexual- und Partnerschaftsproblemen, psychosomatischem und psychotischem Verhalten, ErziehungsschwierigkeitenKontext des Therapie-/BeratungsprozessesÜberweisungskontext, Zwangskontext, beteiligte Helfersysteme, institutionelle, gesellschaftliche und gesetzliche Rahmenbedingungen, Wirklichkeitskonstruktionen der TherapeutInnen, deren Normen, Werte und GrenzenSelbsterfahrungAuseinandersetzung mit Konflikten, Rollen und Vermächtnissen aus der eigenen Herkunftsfamilie, mit dem Ziel neue Handlungsmöglichkeiten und Optionen für die derzeitige Lebenssituation zu entwickeln Reflexion der jeweiligen Arbeitssituation, Auseinandersetzung mit der eigenen Berufsrolle, Fragen zur Lebensplanung und -zielenWeiterbildungsstrukturDie Weiterbildung umfasst einen Zeitraum von mindestens drei Jahren. Sie gliedert sich in folgende Bausteine:GrundkursDer Grundkurs vermittelt in einer sehr anwendungsbezogenen Form fundierte Kenntnisse in systemischer Therapie und Beratung unter Einbeziehung von Konzepten der Ericksonschen Hypnotherapie.Neben dem Erarbeiten theoretischer Grundlagen liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Erprobung und Umsetzung der systemischen Arbeitsweise in das eigene Berufsfeld. Der Grundkurs umfasst insgesamt 11 zweitägige Seminare, einen drei- und einen fünftägigen Block. Letzterer dient der Selbsterfahrung in der Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunftsfamilie. Umfang: 150 UST Theorie, 54 UST Selbsterfahrung, 36 UST Supervision zzgl. 50 UST Eigenarbeit in Lerngruppen
PraxisphaseIn der Praxisphase werden die im Grundkurs erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten umgesetzt und erprobt. Die TeilnehmerInnen stellen ihre praktische Arbeit in Form von Videoaufnahmen und Falldarstellungen zur Supervision vor.Umfang: 5 Tage, 40 UST
FortgeschrittenenkursDer Fortgeschrittenenkurs vertieft zum einen die im Grundkurs erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten und deren Integration in den eigenen Therapie- und Beratungsstil. Zum anderen erfolgt eine stärkere Ausrichtung auf spezielle Anwendungsfelder. Es werden GastreferentInnen eingeladen, um entsprechende Fachkompetenzen zu nutzen und eine größere Vielfalt von Arbeitsstilen erfahrbar zu machen. Der Fortgeschrittenenkurs umfasst 16 zweitägige Seminare.Umfang: 150 UST Theorie, 46 UST Selbsterfahrung, 74 UST Supervision zzgl. 50 UST Eigenarbeit in Lerngruppen Aufnahmevoraussetzung ist die erfolgte Teilnahme an einem Grundkurs und der Praxisphase. Der Quereinstieg in die Praxisphase und den Fortgeschrittenenkurs ist problemlos möglich, wenn der Grundkurs an einem anderen Mitgliedsinstitut der Systemischen Gesellschaft absolviert wurde.
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