Seminare

Alles im Blick - Systemisch leiten im Spannungsfeld komplexer Anforderungen

Leitungen sind, neben ihrer Funktion als (An)Leitungs-und Führungskraft, oft auch Teil des Teams, packen mit an, springen ein, wenn beispielsweise ein hoher Krankenstand unter den Mitarbeitenden herrscht. Sie müssen den Überblick behalten, während sie ein offenes Ohr haben sollten für die Belange der Mitarbeitenden, für die Anweisungen der eigenen Vorgesetzten, aber auch für Sorgen und Nöte ihrer KlientInnen, KundInnen oder PatientInnen und meist auch derer Angehörigen.

In diesem Seminar erarbeiten wir, wie eine Leitung sich lösungs- und ressourcenorientiert Überblick und Handlungsoptionen erschließen kann, um im Spannungsfeld komplexer Anforderungen

  • Aufgaben zu delegieren (auch da, wo sie sonst „eben schnell“ alles lieber selber macht)
  • Teams zu entwickeln
  • Mitarbeitende zu fordern und zu fördern

Wir werden uns mit den unterschiedlichen Sichtweisen beschäftigen, die in einem sozialen System entstehen können. Dabei werden die vielschichtigen, oft unausgesprochenen Erwartungen deutlich, die Kommunikation und Interaktion zugrunde legen. Ein Schwerpunkt dieses Seminars liegt daher darauf, diese Erwartungen zu erkennen, zu priorisieren und daraus zielgerichtete Handlungen zu entwickeln.

Hierzu wird das Methodeninventar des sogenannten „systemischen Ansatzes“ vorgestellt und zur Anwendung gebracht. Neben der Methodenarbeit bekommen die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich selbst in ihrem aktuellen Führungshandeln zu reflektieren und dieses bei Bedarf anzupassen.

An zwei zusammenhängenden Seminartagen werden die Grundlagen erarbeitet und an einem zusätzlichen Seminartag, zehn Wochen später, die Erfahrungen gemeinsam diskutiert und das Handwerkszeug erweitert.

22. November 2019

  • Was macht Leiten systemisch? – Hintergründe, Haltung, Methodik
  • Überblick gewinnen: Selbstreflektion und reflektierende Positionen
  • Gesprächsführung in Einzelgesprächen, „zwischen Tür und Angel“ und in Meetings

23. November 2019

  • motivieren, delegieren, kritisieren
  • Mitarbeitergespräche – Zeit zu zweit
  • Stressmanagement in Konfliktsituationen

01. Februar 2020

  • Rückblick und Feedback
  • Verankerung und Erweiterung der Instrumente
  • Leitung, Führung, Beratung – Gemeinsamkeiten & Unterschiede

Leitung

Regine Töpfer

Ort

Bochum

Zeiten

Freitag 13:00-19:00 Uhr

Samstag 10:00-17:00 Uhr

Termine

22./23.11.2019

01.02.2020

Teilnahmegebühren

 315,00 €

Berauschte Sehnsucht – zur systemischen Theorie und Therapie süchtigen Trinkens

Hinter dem Phänomen des „süchtigen Trinkens“ verbergen sich meist jahrelange leidvolle und verletzende Erfahrungen, erfolglose Änderungsbemühungen und Gefühle lähmender Aussichtslosigkeit. Es verbergen sich dahinter aber auch Hinweise auf Noch-nicht-Gelebtes, Sehnsüchtiges und Leidenschaftliches, das zu wecken und zu leben kaum noch zu denken und fühlen gewagt wird.

In diesem Seminar steht die Darstellung eines therapeutischen Prozesses mit einem süchtig trinkenden Klienten im Mittelpunkt. Der Fallverlauf wird mit mehreren Videosequenzen präsentiert. Anhand dieses Praxisfalles werden die einzelnen Schritte der Therapie verdeutlicht und das methodische Vorgehen erläutert. Theoretische Exkurse ergänzen den Inhalt. Praktische Demonstrationen und Übungen zu speziellen Techniken, die sich in der Arbeit mit süchtig Trinkenden als nützlich erwiesen haben, runden das Seminar ab.

Begrenzte Teilnehmerzahl, da das Seminar Bestandteil unseres Aufbaucurriculums Systemische Therapie ist.

Leitung

Dr. Rudolf Klein

Ort

Bochum

Zeiten

Freitag 13:00-19:00 Uhr

Samstag 09:30-17:00 Uhr

Termine

15./16.05.2020

Teilnahmegebühren

210 €

Berufsrisiko Sekundäre Traumatisierung? Existenzielle Berührung und Selbstfürsorge in psychosozialen Arbeitsfeldern

Traumatisierende Erfahrungen sind „langlebig“ und „raumgreifend“. Sie wirken in familiäre und andere soziale Beziehungen hinein, sie mischen Institutionen auf, verbreiten Stress, Gefühle der Unsicherheit und Leid. In der Psychosozialen Arbeit werden wir mit den individuellen und interaktionellen Reaktionen auf überwältigende Lebenserfahrung (wie. z.B. Flucht, häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt) konfrontiert.

Die Auswirkungen dieser Arbeit auf die Fachkräfte und Möglichkeiten der Prävention Sekundärer Traumatisierung sind Inhalte dieses Seminars.

Neben fachlichem Input werden Strategien vorgestellt, die im Umgang mit Sekundärer Traumatisierung und Burnout-Symptomen hilfreich sind. Das Einbeziehen der Erfahrungen aus der Praxis der TeilnehmerInnen ist ausdrücklich gewünschter Bestandteil der Fortbildung.

Leitung

Renate Jegodtka

Ort

Bochum

Zeiten

Donnerstag 13:00-19:00 Uhr Freitag 10:00-17:00 Uhr

Termine

03./04.12.2020

Teilnahmegebühren

210 €

Systemische Beziehungswelten - Familien- und Systemaufstellungen als lösungsorientierte Rituale

In der Arbeit mit Systemaufstellungen nutzen wir die große menschliche Fähigkeit, sich in andere, ihre Systeme und Beziehungswelten einzufühlen. Mithilfe der repräsentierenden Wahrnehmung können Systemdynamiken, einengende familiäre oder berufliche Interaktionsmuster in bewegenden Aufstellungsbildern angeschaut und neu verstanden werden.

Im Seminar trainieren die TeilnehmerInnen ihre Wahrnehmung und nutzen die Aufstellungen als kleine Lehrstücke für das Verstehen menschlicher Systeme. Sie erleben hautnah, dass schon kleinste Haltungsänderungen Auswirkungen auf Beziehungen haben und entdecken dabei neue Handlungsmöglichkeiten für sich selbst oder ihre Klienten. Es können eigene familiäre, persönliche oder berufliche Anliegen und Konflikte, Herzenswünsche, wichtige berufliche Entwicklungsthemen wie auch Projekte aufgestellt werden. In einem lösungsorientierten Ritual werden bekömmlichere Konstellationen und Positionen direkt erfahren.

Systemaufstellungen haben sich in den vergangenen Jahren in therapeutischen Zusammenhängen, in der systemischen Organisationsberatung und anderen Kontexten als ritualdynamisches Analyse- und Veränderungsinstrument etabliert und weiterentwickelt. In einer ersten großen wissenschaftlichen Studie an der Universität in Heidelberg konnte die Wirksamkeit von Systemaufstellungen – hohe Effekte auf das Erleben in sozialen Systemen und den Grad der Erreichung subjektiver Ziele – nachgewiesen werden.

Inhalte

  • Geschichte und Praxis der Familien- und Systemaufstellungen
  • Eine Grammatik der Aufstellungsarbeit (n. Varga v. Kibéd und Sparrer)
  • Familiensysteme und aufstellungsrelevante Dynamiken
  • Rituelle Sätze als ritualdynamische Interventionen
  • Systemebenenwechsel in beruflichen Aufstellungen
  • Integration von aufstellungsbasierten Elementen in verschiedene Beratungs- und Therapiekontexte

Das Seminar ist ein Selbsterfahrungsseminar und umfasst 16 Unterrichtseinheiten.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 15.01.2019

Leitung

Birgit Theresa Koch

Ort

Bochum

Zeiten

Freitag 13:00-19:00 Uhr

Samstag 10:00-17:00 Uhr

Termine

01./02.03.2019

Teilnahmegebühren

210 €

 20 Fortbildungspunkte, von der PTK NRW akkreditiert

Tankstelle für Stimme & Intuition - "Horch, was kommt von drinnen raus?!" Kopf und Bauch können auch Hand in Hand

Kommt das bekannt vor?

  • Ich will schlagfertiger sein!
  • Also ehrlich, ich spreche lieber leise.
  • Ich bin immer total schnell heiser.
  • Ich mach alles mit – nur nicht singen!
  • Also ich wünsch‘ mir mehr Standing vor ’ner Gruppe!
  • Ich red nicht wirklich gern vor vielen Leuten.
  • Mir wird oft gesagt, dass ich so streng gucke.

In diesem Seminar geht es um das, was im Alltag oft vergessen wird…

  • Atmen!
  • Noch mal Atmen.
  • Dann gucken und fühlen, was so kommt.
  • Intuition und Emotion vor Rationalität.
  • Spontane Bauchentscheidungen treffen, also spontan agieren im Moment.
  • Die Stimme als Transportmittel.
  • Der Körper als Instrument.
  • Die Lust am eigenen Klang und Klingen.

Wie wird das erreicht?

Mit viel Humor, großer Kompetenz im Bereich Improvisationstechniken, Stimm- und Schauspieltraining, Menschlichkeit und der Überzeugung, dass das, was wir tun, für jeden Menschen eine erfreuliche und erleichternde Bereicherung im (Berufs-)Alltag ist.

Die Tools und Methoden wirken definitiv nachhaltig, weil sie sehr einfach erlebbar und in den Alltag transportierbar sind.

Die Arbeit im Seminar ist entspannt und hochkonzentriert, spontan, intuitiv, situativ und bedürfnisorientiert. Und lustig!

Jede/r TeilnehmerIn bekommt das, was sie/er braucht, um die eigene Stimme und Intuition zu finden.

Leitung

Caroline Schreiber und Julia Spieß

Ort

Bochum

Zeiten

Samstag 09:30-17:30 Uhr

Termin

23.11.2019

Teilnahmegebühren

190 €

TRE - Trauma and Tension release exercise - Selbsterfahrungs- und Selbstfürsorge-Workshop

Der Workshop ist bereits ausgebucht. Gerne können Sie sich auf eine Warteliste setzen lassen.

 

Für KlientInnen ist es wichtig, dass Helfer und Unterstützer immer auch genug Energieressourcen haben, um sich ihrer Anliegen anzunehmen. TRE – Übungen wurden von David Berceli entwickelt. Sie beschreiben und sind eine Serie von Körperübungen, die dem Körper und dem Nervensystem helfen, Stressenergien „abzuschütteln“, indem unser natürlicher Zittermechanismus ausgelöst wird. Das alles geschieht in einem, im Gegensatz zu Hochstress-/Schocksituationen, sicheren Rahmen und mit absoluter Selbstkontrolle. Der Workshop beinhaltet einen kleinen Theorieteil, an den sich die praktische Durchführung der Übungsserie anschließt.

Der Workshop richtet sich an Helfer aus dem psychosozialen Bereich, die etwas für ihre eigene Psychohygiene erlernen wollen. Hiezu zählen ehrenamtliche Helfer, SozialarbeiterInnen/-pädagogInnen, PsychologInnen, Pflegepersonal, ÄrztInnen u.a.

Leitung

Daniel Timpe

Ort

Bochum

Zeiten

Freitag 15:00-18:00 Uhr

Termin

06.09.2019

Teilnahmegebühren

50 €